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Querschnitt eines römischen Brückenpfahls
Probennahme

Maßgebend für positive Datierungsergebnisse ist die Auswahl geeigneter Proben.

Folgendes ist hierbei zu berücksichtigen:

  • Die Holzprobe sollte nicht aus einem Abschnitt entnommen werden der Reaktionsholz aufweist, wie zum Beispiel im Ast- oder Wurzelbereich.
  • Bei Einzelproben sollten mindestens 80 Jahrringe vorhanden sein.
  • Eine möglichst große Anzahl von Proben aus einer Zeitstellung bzw. Bauphase sollten analysiert werden können. Erst gut belegte Jahrringserien gewährleisten zuverlässige Datierungen.

Um das Fälldatum des verarbeiteten Baumes zu ermitteln muß die Waldkante d.h. der letzte Jahrring eines Baumes vorhanden sein. Weist die Probe noch zumindest Splintholz auf, kann aufgrund von Erfahrungswerten die Anzahl der bis zur Waldkante noch fehlenden Jahrringe geschätzt werden.

Methoden der Probenentnahme zur dendrochronologischen Altersbestimmung:

  • Probenentnahme mit einem Hohlbohrer (Zuwachsbohrer). Ein Bohrkern wird entnommen der je nach Typ des Bohrers einen Durchmesser von 5 bis 25 mm aufweist. 
  • Die Jahrringbreitenmessung erfolgt direkt am Objekt unter Zuhilfenahme einer Meßlupe. Kopieren der Jahrringe (1:1) auf eine transparente Folie oder im Abpausverfahren. 
  • Fotografische Aufnahme der Jahrringfolge am Objekt. Die Messungen erfolgen mit Hilfe der Fotografie.
  • Holzobjekte deren Jahrringe nicht sichtbar sind (Gemälde, Skulpturen) können mit Hilfe von Röntgenaufnahmen (Computertomographie) analysiert werden.
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